Skip Navigation Linksermie > einzelsitzungen > wie unterscheiden sich dfa-sitzungen von anderen methoden?
Wie unterscheiden sich DFA-Sitzungen von anderen Methoden?
 

Seit einiger Zeit existiert eine Vielfalt von Methoden, die mit Körper und Geist der Person arbeiten. Die Worte, mit denen sie alle ihre Arbeit beschreiben, sind sich sehr ähnlich, so unterschiedlich die Art ihrer Anwendung auch sein mag. Außer den Methoden sind auch die Personen, die sie anwenden verschieden in ihrer Persönlichkeit, ihrer Lebensgeschichte, ihrem beruflichen Hintergrund, ihren persönlichen Vorlieben... Auch DFA-Praktiker unterscheiden sich in der Art und Weise, wie sie die Arbeit, die sie in ihrer Ausbildung gelernt haben, anwenden.

Jedoch sind sich meines Erachtens alle DFA-Praktiker sowie auch ihre Klienten, Schüler und Patienten einig darin, DFA als einzigartig zu betrachten, und zwar aufgrund der Verbindung einer höchst spezifischen manuellen Intervention mit der Schulung und Einübung der Sinneswahrnehmung. Diese Kombination ermöglicht es, die Bedeutungen bewusst zu erkennen, die die Person mit den Empfindungen verknüpft hat, die in einem ständigen Fluß im Körper stattfinden und über innere Abläufe sowie das Verhältnis zur Umwelt informieren. So kommt zu Bewußtsein, was Aufmerksamkeit braucht, damit man sich im Leben wohlfühlen kann, und zwar aus dem eigenen inneren Erleben heraus. Die Strukturen des Nervensystems, die für Sinneswahrnehmung verantwortlich sind, entwickeln sich zuerst. Sie sind von ihrer Beschaffenheit her empfänglich. Sie empfangen sinnliche Information in allgemein umfassender Art und Weise, ohne Unterscheidungen.

Die Strukturen, die das „Ich“-Bewußtsein hervorbringen, entstehen auf der Grundlage einer primitiven Unterscheidung zwischen angenehmen und unangenehmen Empfindungen. Ihrer Beschaffenheit nach sind sie einschneidend, denn sie greifen in den ständigen Fluß der Empfindungen ein und entwickeln Strategien um im Bereich des Angenehmen zu bleiben und Unangenehmes zu vermeiden.

Das Werkzeug:

  • Spannung und Entspannung von Muskeln, um die grundlegenden Bewegungen des Lebens bis hin zu höchst ausgefeilten Bewegungen des sublimen künstlerischen Ausdrucks auszuführen.
  • Anspannung von Muskeln, um den Fluß unerwünschter Empfindungen zu unterbrechen, was zum Entstehen von gewohnheitsmäßiger Spannung führt, die nicht mehr entspannt werden kann.

 

Das Ergebnis:

  • Im besten Fall eine Person, die sich ihrer Talente und Fähigkeiten sowie auch ihrer Schwachpunkte bewußt ist und die in der Lage ist,
  • den Fluß ihrer Empfindungen zu regulieren,
  • sowie auch die gefühlsmäßige und gedankliche Bewertung dieser Empfindungen,
  • und die Entscheidungen, die auf diesen Empfindungen und deren Bewertung basieren.
  • Insbesondere ist sie fähig,
  • die Konzepte, die sie unter den Bedingungen der ersten Lebensmonate und –jahre entwickelt hat, in Frage zu stellen
  • diese Konzepte loszulassen, wenn sie sich als irrtümlich herausstellen.
  • und die eigenen Fähigkeiten bis ans Lebensende weiterzuentwickeln.
  • Jedoch bleiben die meisten Menschen in den Mustern der gewohnheitsmäßigen Spannung stecken, und in den Konzepten, die sie unter den Bedinungen der ersten Monate und Jahre ihres Lebens entwickelt haben, und haben dabei wenig Bewußtsein ihrer Fähigkeiten, über die Grenzen ihrer Muster hinauszugehen und ihr eigenes Wohlbefinden und ein befriedigendes Leben zu erschaffen. Sie haben den Kontakt mit der wichtigsten Informationsquelle verloren, die es ihnen ermöglichen würde, die eigenen Fähigkeiten und Talente immer weiter auszubauen. Im Laufe der Jahre wird diese Informationsquelle dann immer weniger zugänglich, bis im Alter der Zugang gänzlich verloren geht.

DFA fördert die Zusammenarbeit beider Aspekte, so dass

  • anstatt unerwünschte Empfindungen zu unterbrechen, um sie loszuwerden, die Person lernt, sie in Empfang zu nehmen, um die in ihnen enthaltene Information verstehen zu können, demgemäß wirksam handeln zu können und die erwünschten Ergebnisse erzielen zu können, die sie zufriedenstellen und es ermöglichen, den nächsten Schritt einzuleiten.
  • anstatt einzugreifen, um ein augenblickliches Wohlbefinden aufrecht zu erhalten und es gerade darum gleich wieder zu verlieren, die Person lernt, sich daran zu erfreuen und es zu genießen, und so „die Freude zu küssen, während sie vorbeifliegt“, wie der Dichter William Blake es ausdrückte.

Außer den Koordinaten des Schwerkraftfeldes als objektiver Bezugsrahmen, der Senkrechten und der Waagerechten- wendet DFA keinerlei Typologie oder Dekodierungssystem an, auch werden keine Diagnosen erstellt. DFA beschränkt sich darauf, die empfänglichen und einschneidenden Fähigkeiten der Person zu schulen und sie so in die Lage zu versetzen, von innen heraus zu entdecken, was sie benötigt, ohne sich dabei einem externen System unterwerfen zu müssen, so erprobt und gültig es auch sein mag.

Wenn zahlreiche Elemente der Arbeit mit DFA Somatischer Mustererkennung auch in den Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie eingeordnet werden können, betrachten die Schöpferinnen des DFA, Annie B. Duggan and Janie French sowie auch zahlreiche der von ihnen ausgebildenen Praktiker den von C. G. Jung beschriebenen Individuationsprozess als Grundlage der Arbeit. Archetypen sind Kraftfelder, die dem Schwerkraftfeld der Erde vergleichbar sind. Die Entwicklungsphasen, in denen wir uns zu einem gegebenen Zeitpunkt in unserem Leben befinden, und die Funktionen, die wir in der Familie, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft erfüllen sind durch universelle Eigenschaften gekennzeichnet, die typisch für die jeweilige Entwicklungsphase bzw. Funtion ist. Wir leben unter ihrem archetypischen Mandat, meist ohne etwas davon zu spüren. Es ist allerdings möglich, die nötige Empfindsamkeit zu entwickeln, die es ermöglicht, die archetypischen Erfordernisse des jeweiligen Lebensabschnitts durch ihre Wirkung auf unser Leben wahrzunehmen und so Moment zu Moment das Verhältnis zu ihnen zu finden, das die besten Ergebnisse liefert für ein erfülltes Leben.

DFA erstellt neue Verbindungen im Nervensystem und stellt unterbrochene wieder her. Auch wird die flüssig-kristalline Organisation des Wassers gefördert, welches die Gewebefeuchtigkeit sichert, eine ultraschnelle Übermittlung von Information von den großen Oberflächenstrukturen bis hin in die kleinsten Ecken und Winkel im Innern der Zellkerne ermöglicht und diese an das Nervensystem weiterleitet, wo sie verarbeitet wird.

Darum fördert DFA mit seiner typischen manuellen Intervention in Verbindung mit der Schulung der Sinneswahrnehmung einen optimalen Informationsfluß durch den gesamten Organismus und versetzt die Person in die Lage, diese Information in Empfang zu nehmen und zu verarbeiten, um ein gesundes und glückliches Leben zu führen.

Wie unterscheiden sich DFA-Sitzungen von anderen Methoden?